Man-Trailing -
Fachbeitrag unserer Spezialistin Andrea Mitterer

pet-group bedankt sich bei ihrer Spezialistin Andrea Mitterer für diesen Beitrag.

Nasenarbeiten wie Fährten, Zos, Trailen etc. werden als Beschäftigung im Mensch - Hund Team immer aktueller. Die wohl anspruchsvollste Arbeit ist das Man Trailing. Es leitet sich von Man = Mensch und (to) trail = verfolgen ab. Im Gegensatz zum Fährten geht der Hund nicht dem Geruch von Bodenverletzungen nach, sondern dem individuellen Geruch einer Person. Trails können fast überall gelegt werden, auch in bebautem Gebiet und sogar in Gebäuden.

Hunde verfügen über ca. 230 Mio. Riechzellen, bei der jede Riechzelle auf bestimmte Gerüche spezialisiert ist. Somit kann der Hund bestimmte Stoffe bis 10 Mio. mal besser riechen und 100 mal besser als der Mensch unterscheiden.

Auf der Spur erkennt der Hund das Alter, das Geschlecht, körperliche Kondition sowie die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit der Person. Menschen verlieren ständig abgestorbene Zellen die sich in Verbindung mit Bakterien und Sauerstoff zu einem ganz eigenen Geruch entwickeln, dem Individualgeruch.

Der Trailhund geht im Gegensatz zum Fährtenhund nicht genau die vom Fährtenleger gegangene Strecke, da sich die Geruchsspur abhängig von Umwelteinflüssen und Alter der Spur um einige Meter verlegen kann. Bis zu 5 Tage alte Trails können im günstigsten Einzelfall realistisch ausgearbeitet werden.

Das wichtigste Utensil zum Trailen ist ein Geruchsträger von der Zielperson. Es sollte ein z.B. Kleidungsstück vom Oberkörper sein das nicht von einer anderen Person angefasst wurde. Den Gegenstand in eine neue, ungebrauchte Plastiktüte luftdicht verpacken und nur der Hundeführer sollte die Tüte zum Anriechen öffnen.

Andrea Mitterer

Andrea Mitterer ist ein Mitglied unseres Speziallisten-Teams »