Beschäftigung und Freizeit

Herbstliche-Beschäftigung

Autor: Ulrike Thurau

Fast überall in Deutschland sind nun die ersten Schneeflocken gefallen. Das erste Mal Schnee ist immer wieder ein tolles Erlebnis für Mensch und Hund. Zeit also für einen Schnee-Spaziergang. Und um diesen Spaziergang zu einem echten Highlight zu machen, lassen Sie Lumpi & Co doch mal nach einer Futterspur schnüffeln. Selbstverständlich nur nach einer Spur, die Sie selbst ausgelegt haben.

Fährten von Wild oder anderen Wald- /Feld- und Wiesenbewohnern bleiben selbstverständlich tabu für den Hund. Los geht’s!

Tipp 1 – „Fährte mit Hauptgewinn“

Nehmen Sie entweder das tägliche Futter des Hundes (insofern es sich um Trockenfutter handelt) oder ganz besonders schmackhafte Leckerlis. Legen Sie eine Futterspur. Zunächst sollte der Abstand zwischen den einzelnen Stücken sehr dicht sein (ca. 30 cm) und die Spur eher geradlinig verlaufen. Am Ende der Spur, die zu Beginn der Übungen 2 Meter nicht übersteigen sollte, legen Sie den Hauptgewinn, ein kleines Häufchen des Futters/der Leckerlis, aus. Der Hund sollte, während Sie die Spur legen, natürlich nicht neben Ihnen herlaufen. Lassen Sie ihn warten bis Sie fertig sind. Gehen Sie nun mit dem Hund an den Anfang der Spur und deuten Sie auf das erste Futterstück/Leckerli. Geben Sie als Startsignal z.B. das Wort „Such“. Führen Sie ihn dann, insofern er noch nicht selbstständig der Spur folgt, die Spur entlang bis hin zum Hauptgewinn. Während Ihr Hund die Spur abläuft, also auf Ihr Signal hin der Spur folgt, loben Sie ihn mit der Stimme. Das zeigt ihm, dass er richtig macht, was Sie von ihm erwarten. Sollte er zu Beginn einige Futter-/Leckerlistücke auslassen ist das nicht schlimm. Sammeln Sie diese aber bitte wieder ein. Sonst könnte es zu Irritationen führen, wenn der nächste Mensch mit seinem Hund daran vorbeikommt. Führen Sie den Hund also nicht zurück, wenn er ein Stück auslässt; sonst wird der Hund nur verwirrt und kann sich nicht auf das eigentliche Folgen der Spur konzentrieren. Ihr Hund wird mit der Zeit von selbst besser im Schnüffeln und wird keine Stücke mehr auslassen.

Tipp 2 – „Schwierigkeitsgrad steigern“

Ist ihr Hund bereits hellauf begeistert, wenn Sie ihn auf die von Ihnen gelegte Spur setzen wie in Tipp 1 beschrieben, dann kann es weiter gehen. Bauen Sie verschiedene Schwierigkeitsvarianten ein. Lassen Sie die Spur nicht mehr gerade verlaufen, bauen Sie zunächst einen Bogen ein, später zwei u.s.w.. Erweitern Sie mit der Zeit die Abstände zwischen den einzelnen Stücken. Passen Sie jedoch die Schwierigkeitsgrade unbedingt den Fortschritten des Hundes an. Überfordern Sie ihn also nicht. Drücken Sie die Futter-/Leckerlistücke leicht in den Boden (in die dünne Schneedecke) hinein. Bei einer Schneedecke von mehr als ein paar Millimetern sollten Sie die Übung allerdings nicht mehr durchführen. Der Hund würde mit der Aufnahme der Stücke auch Schnee mit aufnehmen, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen könnte. Eine weitere Variante ist, dass Sie von ihm während der Spurensuche, mal auf die Ausführung des Signals „Sitz“, mal auf die Ausführung des Signals „Platz“ bestehen. Oder lassen Sie ihn zunächst am Beginn der Spur sitzen, er muss warten lernen und darf erst auf Ihr Signal zum Start, z.B. „Such“, los. Das festigt zusätzlich und auf angenehme Weise den Gehorsam des Hundes.

Tipp 3 – „Spannend sein“

Lassen Sie den Hund zunächst im Auto warten und gehen Sie alleine los, um eine Spur zu legen. Holen Sie den Hund aus dem Auto und gehen Sie gelassen und entspannt, ganz normal, mit Ihrem Hund des Weges. An der zuvor von Ihnen ausgelegten Spur angekommen rufen Sie den Hund zu sich und setzen Sie ihn auf die Spur an, geben Sie das Startsignal zur Aufnahme der Spur z.B. „Such“. Sie können zu Beginn auch zwei bis drei verschiedene Spuren an unterschiedlichen Stellen auslegen und den Hund dann auf jede der Spuren ansetzen. Ihr Hund wird, insofern Sie ihn für diese Art der Beschäftigung begeistert haben, die Nähe zu Ihnen suchen, denn schließlich sind Sie spannend, bei Ihnen passiert etwas angenehmes für den Hund. Auf Ihre Anweisung hin kommt er zum Erfolg. Das festigt die Beziehung, gemeinsame Ausflüge machen spaß und sind spannend.

Sollte Ihr Hund jedoch von sich aus eine Spur/Fährte aufnehmen, sollten Sie dies unbedingt unterbrechen. Schließlich soll der Hund lernen, nur auf Ihr Signal hin eine solche aufzunehmen. Letztlich ist das Ziel dieser Art der Beschäftigung nicht, den Hund zum selbstständigen Fährtensucher zu animieren. Primär ist es das Ziel, dass der Hund nur, und wirklich nur auf Wunsch des Menschen, einer Spur folgt! Und was nicht explizit von Ihnen erlaubt ist, ist nun mal verboten. Sollte Ihr Hund bereits ohnehin ein passionierter Spuren-/Fährtensucher sein und gerne mal eine Spur/Fährte von sich aus aufnehmen, ohne Ihre Entscheidung zu beachten, sollten Sie allerdings zunächst von dieser Art der Beschäftigung Abstand nehmen und erst einmal am zuverlässigen Gehorsam Ihres Hundes arbeiten.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Spaß bei den gemeinsamen Schnüffelexkursionen an herbstlich, winterlichen Tagen. Berichten Sie uns doch einmal von Ihren Erfolgserlebnissen, wir freuen uns auf Ihre E-Mail.